002 Landhaus 2

Amt der Tiroler Landesregierung
Innsbruck

Wettbewerb 2001, 1. Preis
LPH 2 - 7
Realisierung 2003 - 2005

Ein Gebäude mit hohem ökologisch-energetischen Anspruch. Günstig in Erstellung und Unterhalt.

Städtebau

Das neue Landhaus steht in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem denkmalgeschützten Verwaltungshochhauses der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG von Lois Welzenbacher aus den 30er Jahren und dem monolithisch schwarzen Baukörper des Umspannwerk Mitte von Ben van Berkel aus den 90er Jahren. Selbstbewusst wurde das Gebäude als eigenständiger Baukörper freigestellt. Ein mit Bäumen bepflanzter Vorplatz an der Heilig-Geist-Straße bildet das Entrée und die repräsentative Adresse. Fuß- und Radwege führen entlang der Längsseiten in die Innenstadt.

Funktion

Das neue Landhaus führt 16 verschiedene Ämter der Tiroler Landesregierung mit 380 Arbeitsplätzen zentral in einem Gebäude zusammen, welche zuvor in unterschiedlichen, meist angemieteten Objekten verteilt waren.
Im Erdgeschoss befinden sich Foyer-, Info- und Wartebereich, das Amt für Staatsbürgerschaft, der großzügige Konferenzbereich, eine öffentliche Cafeteria und ein Schulungszentrum.
In den Obergeschossen gruppieren sich die verschiedenen Abteilungen der Tiroler Landesregierung um drei in das Gebäude eingeschnittene intensiv begrünte Glasatrien.
Die intensive Bepflanzung der Atrien schafft ein angenehmes Raumklima und wertet die Arbeitsatmosphäre auf, großzügige Flurzonen, natürliche Belichtung und Transparenz vermitteln eine offene und freundliche Dienstleistungseinrichtung.

Energiekonzept

Der spezifische Jahresheizwärmebedarf des Gebäudes liegt unter 30 kWh/qm. Energetische Überlegungen flossen von Beginn an in den Entwurf mit ein:
Der kompakte Baukörper minimiert den Heiz- und Wärmebedarf. Klimatische Schwankungen werden über Speichermassen ausgeglichen. Die Lochfassade minimiert Transmissions- wärmeverluste und reduziert Kältebrücken. Die Glasatrien mindern den Wärmeeintrag in die Büros (Temperaturpuffer) und nutzen die Gebäudeabwärme sowie die solaren Gewinne. Zuluftöffnungen im Erdgeschoss und Abluftöffnungen in der Dachebene gewährleisten eine natürliche Durchlüftung.
Die Kühlung der Arbeitsbereiche erfolgt über in den Deckenputz eingelegte Kühlmatten, die eine behagliche Strahlungskühlung erzeugen. Die dazu benötigte Kühlenergie wird dem Grundwasser entnommen, was sich im minimalen Primärenergieverbrauch und den Betriebskosten widerspiegelt.

BGF 22.559 qm
BRI 79.000 cbm

fpa frank und probst architekten
mit Walter Schwetz Architekt

Auftraggeber: Amt der Tiroler Landesregierung, Innsbruck

weitere Informationen:
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